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Osterbräuche auf der ganzen Welt

Während einer Reise über Ostern können Sie die verschiedensten Osterbräuche kennenlernen. In Deutschland versteckt man traditionell die Ostereier und lässt den Nachwuchs auf die Suche nach ihnen gehen. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit, die Feiertage zu begehen und schon innerhalb Deutschlands gibt es Unterschiede bei der Osterfeier.

Osterbräuche in Deutschland, Bulgarien und Polen

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Es gibt es große Unterschiede bei den Osterbräuchen in Deutschland. So stecken die Ostsachsen sehr viel Arbeit in die Dekorierung der Eier, die man bisweilen flach abfallende Berge hinunterrollen lässt, wo Kinder diese auffangen. Ähnliche Bräuche haben sich in anderen slawischen Gebieten und Ländern, wie zum Beispiel in Tschechien etabliert. Beim orthodoxen Ostern in Russland und Bulgarien backt man einen süßen Hefekuchen und duelliert sich symbolisch in einem Eierkampf. Die gefärbten Eier werden dabei gegeneinander geschlagen und derjenige mit der schwächeren Schale muss es sofort essen. Tiefkatholisch ist das Osterfest in Polen geprägt. Lange Gottesdienste, Fasten mit Brot und Wasser, zum Ostersonntag aber auch Osterhasen aus Schokolade gehören zum Fest. Am Sonntagmorgen begeht man die Auferstehung mit lauten Orgelklängen und Glockengeläut, Böllerkrachern und freudigem Gesang. Anschließend gibt es ein ausgiebiges Essen, meist Lamm und Sauermehlsuppe.

Weltweit Osterbräuche kennenlernen: Skandinaviens Traditionen

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Auch in Schweden und Norwegen setzt man zu Ostern auf Ostereier und Osterhasen. Eine Besonderheit in Schweden sind die großen Osterfeuer am Karsamstag und die Osterhexen, die am Gründonnerstag um die Häuser ziehen. Kinder verkleiden sich dabei und wünschen den Nachbarn frohe Ostern. Dafür erhalten sie kleinere Geschenke. Ähnlich verläuft das Fest in Norwegen, wobei Reisen insbesondere in die Gebirgsgegenden lohnenswert sind. Viele Norweger machen sich auf in die Natur, schauen sich in ihrem Landhaus Krimis im Fernsehen an und genießen einen schmackhaften Lammbraten. Eines der wichtigsten Symbole für die Auferstehung Christi ist hier das Küken und nicht der Hase. Auch in Finnland dürfen Sie sich während der Ostertage auf umherziehende Hexen und Sagengestalten freuen. Als Nachtisch nach dem Festessen kommt stets der gebackene Malzpudding Mämmi mit flüssiger Sahne auf den Tisch.

Andere Länder, andere Sitten: Ostern weltweit

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In Südeuropa sind die Osterbräuche tief verwurzelt. Zum italienischen Pasqa sucht man jedoch nicht nach Ostereiern, sondern begibt sich mit Freunden und Verwandten zum Picknick in die Natur. Meist werden herzhafte Pasteten aus Eiern und Spinat gegessen. Am Karfreitag ziehen stille Prozessionen durch die kleineren Ortschaften, die an die Passion Christi erinnern sollen. Ähnlich hierzu wandern die Gläubigen während der spanischen Semana Santa durch die Dörfer. Im Baskenland werden Strohpuppen aufgestellt, mit Feuerwerkskörpern gefüllt und kontrolliert zur Explosion gebracht. Viele spanische Traditionen sind der Ursprung des lateinamerikanischen Osterfestes. Hier werden am Karfreitag Judaspuppen zeremoniell verbrannt und die Straßenzüge schmuckvoll mit Girlanden verziert. Die Mexikaner führen mitreißende Passionsspiele auf. In der angloamerikanischen Welt beginnt das Osterfest mit dem Karfreitag, in England beispielsweise mit der Ausgabe süßer Rosinenbrötchen. Am Sonntag werden Geschenke und Eier versteckt. Zum Essen gibt es meist Lamm. Etwas bunter geht es in den USA zu mit feierlichen Osterparaden.

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