Reiseapotheke

Welche Medikamente dürfen im Urlaub nicht fehlen? Und was können Sie tun, wenn Sie an einer chronischen Krankheit oder Allergie leiden?

Wir geben Ihnen Tipps und Tricks, wie Sie sich auf Ihre bevorstehende Reise vorbereiten können!

Reiseapotheke mit ReisepassNeben Medikamenten, die regelmäßig eingenommen werden, sollten auch Desinfektionsmittel, etwas zur Wundversorgung, Mückenstichmittel, Pinzette und Fieberthermometer sowie Medikamente gegen Durchfall, Verstopfung und Schnupfen in der Reiseapotheke nicht fehlen. Auch ein schlichtes Schmerzmittel gehört in den Koffer. Es sollten möglichst nur Medikamente mitgenommen werden, die Sie schon einmal genommen haben.

Bei besonderen Beschwerden sollten Sie darauf achten, ausreichend Vorräte des benötigten Medikaments mitzunehmen! Mit ein paar Notfall-Reserven geht man auf Nummer sicher: Dann kann ruhig mal was verloren oder kaputtgehen, ohne dass man sich vor Ort um Nachschub kümmern muss. Sinnvoll ist es auch, Mitreisende über Krankheiten und Allergien zu informieren.

Tipp: Vor der Reise sollte man sich selbst eine E-Mail schicken, in der alle wichtigen Informationen rund um die Beschwerden vermerkt sind. Dokumente, welche die eigene Gesundheitssituation oder Medikamente betreffen (auch die Packungsbeilage), können eingescannt und als Datei mitgeschickt werden. So gelangt man jederzeit per Internet an die relevanten Daten.

Bei bekannten Beschwerden ist es sinnvoll, vorher den Arzt zu fragen, ob diese im ausgewählten Reiseland zu besonderen Problemen führen können. Ist man zum Beispiel gegen bestimmte Pollen allergisch, kann man dann rechtzeitig mit dem passenden Mittel von zu Hause vorbeugen. Wichtig bei Fernreisen: Hier sollten Sie vorab klären, ob und wie eine mögliche Zeitverschiebung die Einnahme von Medikamenten verändern kann.

Wichtig: Für den Notfall am Urlaubsort ist es praktisch, wenn man die wichtigsten Wörter in Englisch und sogar in der jeweiligen Landessprache notiert hat und bei sich trägt. Ist man etwa gegen Hühnereiweiß allergisch, kann man in Restaurants fragen, ob dies in Speisen enthalten ist oder nicht.

Lebensnotwendige Medikamente gehören ins Handgepäck. Es ist deshalb wichtig, bei der Fluggesellschaft nachzufragen, was dabei zu beachten ist und ob sie im jeweiligen Reiseland auch zugelassen sind. In jedem Fall aufwendig wird es bei flüssigen Mitteln, wie zum Beispiel Insulin. Müssen mehr als die in Flugzeugen zugelassene Menge von 100 Millilitern mitgenommen werden, braucht man hierfür eine Bescheinigung vom Arzt. Aus der muss hervorgehen, um was für ein Medikament es sich handelt und warum man es unbedingt braucht – am besten auf Englisch. Sonst gibt es möglicherweise beim Sicherheitscheck Probleme.

Falls Medikamente gekühlt werden müssen, sollte man sie in kleine Kühltaschen stecken (in Apotheken erhältlich). So überstehen sie auch Langstreckenflüge problemlos, da sie darin 24 Stunden kühl lagern.

Die Medikamente gehen während des Urlaubs verloren – und nun? Wollen Sie am Urlaubsort welche nachkaufen, ist es am sichersten internationale ApothReiseapothekeeken aufzusuchen. Denn die führen importierte Ware. Oder man lässt sich vom Hotel eine vertrauenswürdige Apotheke nennen, mit der andere Gäste schon gute Erfahrungen gemacht haben.

Manche Medikamente heißen im Ausland anders, enthalten aber die gleichen Wirkstoffe. Anhand des mitgebrachten Beipackzettels oder der gescannten Infos kann der Apotheker das entsprechende Präparat finden. Sollte das bekannte und erprobte Medikament nicht zu bekommen sein, ist es sicherer, zunächst einen Arzt um Rat zu fragen.

Von Online-Nachbestellungen oder eigenem Medikamenten-Vergleich im Internet ist abzuraten. Auf eigene Faust nach Alternativen zu suchen bietet keine ausreichende Garantie, das richtige Mittel zu finden.

Hier sollte unbedingt vorher der Arzt befragt werden, wie man die jeweiligen Mittel richtig aufbewahrt. Die Faustregel lautet aber grundsätzlich: trocken und kühl lagern, zum Beispiel in einer Schublade. Und nicht in die Sonne legen, da viele Medikamente keine Hitze vertragen.

Im Kühlschrank Medikamente aber nur bei einer Temperatur bis zu etwa vier Grad lagern. Sonst vereisen die Mittel und Impfstoffe. Gegen heiße Temperaturen unterwegs schützt auch hier wieder eine Box mit Kühlelementen. Verfärbt sich das Mittel, ist es nicht mehr brauchbar.

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