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Krakau – die heimliche Hauptstadt Polens

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Als einstige Königsstadt der Jagellonen-Dynastie verfügt Polens Metropole Krakau für Ihren Urlaub über eine stattliche Anzahl an historischen Sehenswürdigkeiten. Die Burg Wawel, der Renaissance-Turm des Rathauses und der weitläufige Hauptmarkt, auf dem regelmäßig Großveranstaltungen stattfinden, gehören zu den Highlights bei einer Reise in die südpolnische Stadt.

Ein Ausflug in die Geschichte Krakaus

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Die Region von Krakau wurde bereits vor über 20.000 Jahren besiedelt. Im 9. Jahrhundert ließen sich die Slawen auf dem Wawelhügel an der Weichsel nieder und errichteten in den folgenden Jahrhunderten die mächtige Burg, die später Sitz der polnischen Könige werden sollte. Hauptstadt wurde der Ort bereits um 1038, als Kasimir I. Krakau zu seinem politischen Zentrum erklärte. Später führten die litauischstämmigen Jagellonen die Siedlung zur Blüte und ließen einige der prächtigsten Bauten errichten. Bemerkenswert sind insbesondere die Grabmäler der Fürsten innerhalb des Wawels. Lassen Sie sich einen Besuch der Burg auf keinen Fall entgehen, wenn Sie sich für Geschichte interessieren und während Ihrer Städtereise die Königsgräber besuchen möchten.

Krakau: Polens kulturelles Zentrum

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Eng verbunden mit der Geschichte Krakaus ist der katholische Glaube. Gotteshäuser wie die Marienkirche und die St. Annen-Kirche sind bereits im Mittelalter erbaut worden. Die St. Adalbert-Kirche stammt sogar aus dem 11. Jahrhundert und ist damit einer der ältesten romanischen Sakralbauten in ganz Europa. Zwischen Mittelalter und Renaissance entstanden in Krakau die meisten Marktplätze. Darunter auch der Hauptmarkt, der Kleine Markt, der Marienplatz und der Platz Allerheiligen. Rund um diese Areale wurden kunstvoll geschmückte Bürgerhäuser erbaut, in denen Sie heute zu einem deftigen Abendessen einkehren oder einen Schluck des schmackhaften polnischen Bieres genießen können.

Weitere Sehenswürdigkeiten

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Zu den repräsentativsten Bauten am Hauptmarkt gehört das Rathaus. Erbaut wurde es im 13. Jahrhundert und gehört zusammen mit dem Florians-Tor und den wuchtigen Mauern des Barbakan zu den bedeutendsten Vermächtnissen dieser Zeit. Wenn Sie sich für die jüdische Vergangenheit Krakaus interessieren, können Sie den Stadtteil Kazimierz besuchen. Bis heute ist die alte Synagoge Remuh erhalten geblieben, in der Sie sich in die Zeit hineinversetzen können, als das Judentum in Krakau noch ein wichtiger Bestandteil der urbanen Kultur war.

Stadt der Theater, Stadt der Kultur

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Eine Reise nach Krakau können Sie mit einem Ausflug in die breit gefächerte Kulturlandschaft der Stadt verbinden. Übernachten Sie hierfür am besten in einem Hotel in der Innenstadt, von wo aus Sie innerhalb weniger Minuten bekannte Bühnen wie das Stary Teatr, das Juliusz-Slowacki-Theater, das Teatr Ludowy und das Teatr Groteska erreichen. Empfehlenswert ist darüber hinaus die Kleinkunstszene, die Ihnen in erster Linie im Teatr Bagatela und in den literarischen Kabaretts geboten wird. Untrennbar mit der jüngeren Kulturgeschichte der Stadt verbunden sind das Jama Michalika und die Piwnica pod Baranami, eine Mischung aus Bierhalle, Schaubühne und Kabarett, in der die polnische Chansonkünstlerin Ewa Demarczyk einst ihre ersten Schritte wagte. In der Piwnica pod Baranami findet auch jedes Jahr das Kabarettfestival PAKA statt, welches auch für Nicht-Polen durchaus interessant ist.

Sommer ist Festivalzeit

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Der Sommer ist die Festivaljahreszeit in Krakau: Buchen Sie Ihren Flug daher beispielsweise im Juni, wenn das Filmfestival und das Jüdische Kulturfestival als Höhepunkte des Jahres stattfinden. Im August zieht es die klassischen Musiker an historische Orte in der Stadt, während der Juli und September den Jazzmusikern, einerseits bei der Miles Davis Memorial Night und andererseits beim Jazzfestival im Pod Baranami vorbehalten ist.

Krakau kulinarisch

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Ihre Abende können Sie in einer der typischen Kellerbars der Stadt verbringen: Hier wird Ihnen das schwere polnische Bier aus einer der regionalen Brauereien serviert. Dazu reicht man kleine Häppchen, beispielsweise geräucherte Wurstspezialitäten wie Surowa oder Mysliwska und eingedickte Suppen wie Zurek und Barszcz. Ein klassisches Gericht der polnischen Küche ist zudem der Bigos, der aus gedünstetem Sauerkraut, Pilzen, Trockenpflaumen und Schweinefleisch besteht. Auch die Piroggen – oder Pierogi – werden Sie hier überall finden. Dabei handelt es sich um halbrunde Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen.

Allgemeine Informationen für Ihre Reise

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Grundsätzlich hat Krakau zu jeder Jahreszeit seine Reize: Im Sommer laden die Festivals zu einem Aufenthalt ein, während der Winter mit rieselndem Schnee und Weihnachtsmusik für romantische Stimmung sorgt. Flüge in die ehemalige Königsstadt lassen sich dabei problemlos Last Minute buchen. Mit einer Übernachtung in einem zentral gelegenen Hotel haben Sie nie weite Wege zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Krakau. Zu weiter entfernten Zielen gelangen Sie einfach mit der Straßenbahn, den Bussen oder den preiswerten Taxis.

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